04.11.2010

Die EU baut Bürokratie ab: Heuking Kühn Lüer Wojtek begrüßt "e-Beschaffung"




Üblicherweise wird die EU für zu viel Bürokratie gescholten. In Sachen Vergabeverfahren ist das Gegenteil der Fall, die EU-Kommission will Unternehmen und Behörden das Leben gewaltig erleichtern.

"Die EU macht die Vergabe öffentlicher Aufträge auf elektronischem Wege möglich", weist Rechtsanwältin Dr. Ute Jasper auf die jüngste Initiative aus Brüssel hin. Die ist auch bitter nötig: "Das Zusammenstellen der zahlreichen Formulare ist manchmal aufwendiger als der eigentliche Auftrag", weiß Vergaberechtsexpertin Ute Jasper.

"e-Beschaffung" ist die Nutzung elektronischer Hilfsmittel durch die öffentliche Hand bei öffentlichen Ausschreibungen, so die trockene Definition. Dr. Ute Jasper aus der Düsseldorfer Kanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek berät seit Jahrzehnten bundesweit in Vergabeverfahren.

"Vergabeverfahren sind zu zeitraubend und umständlich. Die Initiative der EU-Kommission zeigt, dass es auch einfacher geht", lobt Dr. Jasper auch die neue EU-Datenbank e-CERTIS. Mit e-CERTIS können Unternehmen und Auftraggeber schnell per Internet herausfinden, welche Unterlagen für EU-Vergaben erforderlich sind.

Die e-Beschaffung ist Teil einer umfassenden Initiative, die staatliche Stellen dazu bewegen soll, das Internet noch mehr zu nutzen. Stichwort e-Government: Damit Auftraggeber und Bieter schon bald ihre Geschäfte miteinander vollständig elektronisch abwickeln, hat die EU-Kommission am 18.10.2010 ein "Grünbuch" vorgelegt. Das "Grünbuch" zeigt aktuelle Hindernisse und Risiken der e-Beschaffung ebenso wie Lösungen auf. Bemerkenswerte Mitmachdemokratie: die EU-Kommission fordert die Beteiligten auf, der Kommission mitzuteilen, wie ihrer Ansicht nach Beschaffungsprozesse schneller und einfacher gehandhabt werden könnten.

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