11.11.2013

ESUG-Verfahren für Hamburger Berufsförderungswerk vor dem Abschluss: Gläubiger stimmen dem von Heuking Kühn Lüer Wojtek erstellten Insolvenzplan einstimmig zu




Das im Mai 2013 nach dem neuen „Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen“ (ESUG) mit der Erwirkung des insolvenzrechtlichen Schutzschirms begonnene Sanierungsverfahren für das Hamburger Berufsförderungswerk (BFW) steht vor dem erfolgreichen Abschluss. Die Gläubiger haben dem Sanierungs-Insolvenzplan am 8. November 2013 einstimmig zugestimmt. Ein Team um Dr. Johan Schneider, Partner der wirtschaftsberatenden Sozietät Heuking Kühn Lüer Wojtek am Standort Hamburg, hat den Insolvenzplan unter Mitwirkung des Generalhandlungsbevollmächtigten des BFW, Stefan Denkhaus von BRL Boege Rohde Luebbehuesen, und dem Sachwalter Peter-Alexander Borchardt von Reimer Rechtsanwälte in den drei Monaten seit dem Antrag auf Schutzschirmverfahren erstellt.

„Wir standen in diesem Fall vor einer schwierigen finanzwirtschaftlichen Restrukturierung, konnten vor allem mit dem erforderlichen Verkauf von Immobilien und Grundstücken sowie den verhandelten Finanzierungsbeiträgen der Grundpfandgläubiger den Weg für eine erfolgreiche Sanierung des BFW ebnen“, freut sich Schneider. Der nun angenommene Insolvenzplan sieht eine Insolvenzquote von 37 Prozent für die ungesicherten Gläubiger vor.

Neben dem erfolgreichen Antrag auf das Schutzschirmverfahren unter Eigenverwaltung und der Aufstellung des Insolvenzplans hat das Team von Heuking Kühn Lüer Wojtek auch die Geschäftsführung und BRL bei den umfangreichen Verhandlungen mit dem Betriebsrat beim erforderlichen Personalabbau unterstützt. Parallel hierzu liefen Verhandlungen mit der Freien und Hansestadt Hamburg – der alleinigen Gesellschafterin des BFW – über die zusätzliche Ausstattung einer Transfergesellschaft, die ebenfalls zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht wurden. Insgesamt konnten auf diese Weise 154 Arbeitsplätze im Unternehmen erhalten bleiben, während 87 Mitarbeiter in die Transfergesellschaft wechselten.

Die gerichtliche Bestätigung des Insolvenzplans ist bereits erfolgt. Die Aufhebung des Planverfahrens wird voraussichtlich am 1. Dezember 2013 und damit knapp sechs Monate nach dem Schutzschirmantrag erfolgen. "Das neue Verfahren hat sich hier sehr bewährt, weil insbesondere die Zusammenarbeit aller Beteiligten sehr gut funktioniert hat", so Schneider.

Die Hamburger Berufsförderungswerk GmbH wurde 1962 gegründet und versteht sich als modernes, werteorientiertes Dienstleistungsunternehmen im sozialen Bereich. Die Gesellschaft hat sich zum Ziel gesetzt, gesundheitlich beeinträchtigten Erwachsenen neue Perspektiven für Arbeit und Beruf zu eröffnen. Dies soll durch Ausbildung, Qualifizierung sowie durch Information, Beratung, Diagnostik und Vermittlung der arbeitsuchenden Personen geschehen.

Kostenträger des Hamburger BFW sind Deutsche Rentenversicherung Bund, die Deutsche Rentenversicherung Nord, die Gesetzlichen Unfallversicherungen (DGUV) und die Bundesagentur für Arbeit, die alle auch Gläubiger sind. Daneben sind weitere öffentlich-rechtliche Gläubiger involviert.

Berater Hamburger Berufsförderungswerke GmbH:
Heuking Kühn Lüer Wojtek, Hamburg
Dr. Johan Schneider (Federführung),
David Loszynski,
Dr. Marcus Georg Tischler (alle Insolvenzrecht/Restrukturierung),
Dr. Michael Dröge (Immobilienrecht),
Dr. Sönke Görgens (Immobilienrecht/Verwaltungsrecht),
Fabian G. Gaffron (Steuerrecht)

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