31.03.2014

Zukunft von EAE Ewert Ahrensburg Electronic gesichert: Heuking Kühn Lüer Wojtek bringt Sanierung erfolgreich zu Ende




Mit der Unterstützung eines Teams von Heuking Kühn Lüer Wojtek unter der Leitung des Hamburger Partners Dr. Johan Schneider hat die EAE Ewert Ahrensburg Electronic GmbH einen Käufer gefunden und damit die mit einem Schutzschirmverfahren eingeleitete Sanierung erfolgreich abgeschlossen. Q.I. Press Controls, aktiv in der Druckindustrie mit acht Standorten weltweit, übernimmt zum 1. April 2014 die Geschäfte des Steuerungs- und Automatisierungsspezialisten für Druckmaschinen. Über die Kaufsumme wurde Stillschweigen vereinbart. Mit diesem Schritt ist sieben Monate nach Einleitung des von Heuking Kühn Lüer Wojtek begleiteten Insolvenzverfahrens von EAE eine langfristige Perspektive des Unternehmens gesichert.

Gemeinsam mit EAE-Geschäftsführer Werner Ringel, einem erfahrenen Sanierungsgeschäftsführer, und dem vom Amtsgericht eingesetzten vorläufigen Sachwalter und späteren Insolvenzverwalter Peter-Alexander Borchardt von Reimer Rechtsanwälte hat das Team rund um Dr. Schneider in den letzten vier Monaten intensiv mit potentiellen Investoren verhandelt. "Auf der Basis des vorhandenen Sanierungskonzepts konnten wir den bereits seit einigen Jahren umgesetzten Restrukturierungskurs erfolgreich fortsetzen", erklärt Dr. Schneider. "Unser Ziel, die EAE-Gruppe und so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten, haben wir damit erreicht." Der Gläubigerausschuss hat am 25. März 2014 einstimmig dem Verkauf der EAE Ahrensburg Electronic GmbH zugestimmt. Nahezu alle Mitarbeiter, die zurzeit für EAE tätig sind, werden übernommen.

Mit Unterstützung von Heuking Kühn Lüer Wojtek hatte die EAE-Gruppe im August 2013 beim Amtsgericht Reinbek ein Schutzschirmverfahren beantragt, nachdem der Verkaufsprozess, den die Geschäftsführung begonnen hatte, unter den damaligen Bedingungen nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Innerhalb dieses Verfahrens wurde das Unternehmen saniert und von Altlasten befreit. Unter anderem wurden der Geschäftsbereich Bühnentechnik veräußert sowie die eigene Schaltschrankproduktion eingestellt. Das Ahrensburger Stammunternehmen konnte nun erfolgreich veräußert werden.

Mit der Zustimmung der Gläubiger zur Fortführung des Unternehmens konnte EAE in den vergangenen Monaten alle laufenden und erteilten Aufträge ohne Verzögerung umsetzen. In Deutschland, im europäischen Ausland und den USA hat EAE Aufträge für neue Projekte gewonnen. Parallel wurden weitere Schritte zur Rentabilitätssteigerung eingeleitet und die Investorensuche intensiviert.

Q.I. Press Controls wird das Kerngeschäft von EAE an den Standorten Ahrensburg (bei Hamburg) und Atlanta (USA) fortführen. Das Unternehmen mit Hauptsitz im niederländischen Oosterhout ist ein international tätiger Spezialist für Produkte, die den Druckprozess im hohen Maße automatisieren, was im Ergebnis zur Makulaturreduzierung und einer konstanteren Qualität führt.

Die EAE Ahrensburg Electronic GmbH mit Sitz in Ahrensburg ist in den Bereichen Grafische Industrie, Schaltanlagentechnik und Automatisierungstechnik aktiv. Das 1962 von Richard Ewert gegründete Unternehmen ist der führende Anbieter von Steuerungen, Automatisierungslösungen und Software für Zeitungsdruckhäuser. Sie werden in allen Bereichen einer Druckerei eingesetzt – von der Vorstufe bis zum Versand. Weltweit arbeiten mehr als 550 Druckereien mit EAE Steuerungen – täglich werden damit mehr als 125 Millionen Zeitungen gedruckt.

Berater EAE Ahrensburg Electronic GmbH:
Heuking Kühn Lüer Wojtek

Dr. Johan Schneider (Federführung),
David Loszynski (beide Restrukturierung),
Dr. Peter-Christian Schmidt (M&A),
Dr. Johan-Michel Menke, LL.M. (Arbeitsrecht), alle Hamburg

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