24.01.2020

Kommunikation und Rechtsschutz gegen Cyber-Crime Hand in Hand




Eine gute Abstimmung von Krisenkommunikation und rechtlichen Maßnahmen optimiert die Chancen, Unternehmenskrisen durch Hacker-Attacken ohne Reputationsverlust zu überstehen. Im Cyber-Briefing „Krisenmanagement zum Schutz Ihrer Reputation“ (am 23. Januar in Köln) erläuterten Experten der Kommunikationsberatung Instinctif Partners und der Rechtsanwaltsgesellschaft Heuking Kühn Lüer Wojtek, wie Unternehmen durch geeignete Vorbereitung sowie eine schnelle und gezielte Reaktion im Krisenfall die Kontrolle behalten können.

Zur praktischen Bedrohungslage sprach auch Kriminalhauptkommissar Peter Vahrenhorst, zuständig für Präventionsthemen im Bereich Cybercrime des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen: „Durch die zunehmende Digitalisierung wachsen auch die Risiken, Opfer krimineller Angriffe zu werden. Nach wie vor sind interne Schwachstellen und fehlende Sensibilisierung der Mitarbeitenden gefährliche Einfallstore für Attacken und Schadsoftware.“

Die Relevanz von Cyber-Vorfällen wächst rasant an. Laut einer aktuellen Studie bewerten Unternehmen die Risiken von Hacker-Attacken und Datenschutzverletzungen erstmals als das insgesamt größte Unternehmensrisiko.

„Eine gute Vorbereitung ist entscheidend dafür, eine Krise unbeschadet und ohne massive Wertverluste zu überstehen“, sagt Dr. Hubert Becker, Managing Partner bei Instinctif Partners und verantwortlich für das Geschäftsfeld Cyber-Risk. „Rund die Hälfte der Manager in Deutschland verfolgt nicht systematisch, was in sozialen Netzen über ihr Unternehmen geäußert wird. Wer aber nichts weiß, kann auch nicht professionell reagieren. Chaos bei der Reaktion führt dann zu unnötig langen Ausfallzeiten und zum Vertrauensverlust bei Kunden und Geschäftspartnern.“

Die Professionalität der Reaktion auf Cyber-Krisen beeinflusst die Reputation. Deshalb müssen eine robuste Verteidigung und eine klare und transparente Kommunikation Hand in Hand gehen. Hierfür bedarf es einer gemeinsamen Strategie aus rechtlicher und kommunikativer Sicht. Eine wichtige Schnittstelle ist zum Beispiel die Behandlung von Rechtsverletzungen auf Social-Media-Plattformen. „Auch wenn die Täter oft anonym bleiben, besteht im Kontakt mit dem Plattformbetreiber die Möglichkeit, schnell und nachhaltig Abhilfe zu schaffen“, erklärt Dr. Ruben Hofmann, Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz bei Heuking Kühn Lüer Wojtek.

Die Abwägung zwischen kommunikativen und juristischen Maßnahmen bleibt immer eine Frage des Einzelfalls, sind sich die Experten sicher. „Eine gute Abstimmung und Erfahrungen aus der Praxis liefern dann auch überzeugende Ergebnisse“, betonen Becker und Hofmann.

Über Instinctif Partners
Instinctif Partners zählt zu den führenden internationalen und inhabergeführten Kommunikationsberatungen für Wirtschaft, Finanzen und Politik. Unseren Kunden bieten wir Reputationsmanagement als integriertes Angebot für Finanzmarkt und Investor Relations, Unternehmenskommunikation und gesellschaftspolitischer Kommunikation. Weltweit beschäftigt Instinctif Partners rund 300 Mitarbeiter in 10 Büros. In Deutschland sind wir mit rund 45 Mitarbeitern in Köln, Frankfurt, München und Berlin vertreten. Darüber hinaus arbeitet Instinctif Partners mit eigenen Büros an den wichtigsten internationalen Wirtschaftszentren, unter anderem in London, Johannesburg, Dubai, und Brüssel. www.instinctif.de // www.instinctif.com

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