Wirtschaftskanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek | Rechtsanwälte, Steuerberater und Notare
24.07.2012

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) im Sport




Nachdem Heuking Kühn Lüer Wojtek für den Berufsfahrer Edelbert Ohmer Ende März 2012 im einstweiligen Verfügungsverfahren den Start als Trabrennfahrer trotz Überschreitens der 70-Jahres-Grenze erwirkt hatte, war die Kanzlei auch Anfang Juli in der Hauptsache erfolgreich.

Nunmehr liegt die Entscheidungsbegründung des Landgerichts Berlin vom 04. Juli 2012 (Az.: 22 O 157/12) vor, die für den gesamten Sport von Bedeutung ist.

Dr. Frank Mitzkus, Partner der Sozietät: "Im Kern geht es dabei um die Unzulässigkeit der Altersdiskriminierung im Sport. Das Landgericht Berlin geht aber noch weiter und erklärt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) – das Menschen auch vor anderer Diskriminierung, z. B. wegen Behinderung, Geschlecht oder Religion schützen soll – im Bereich des Sports für anwendbar."

Bemerkenswert daran aus Sicht des Sportrechts-Experten der Kanzlei, Dr. Johan-Michel Menke: "Das AGG findet nach der Entscheidung des Landgerichts Berlin nicht nur auf Arbeitnehmer-Sportler (regelmäßig Mannschaftssportler), sondern auch auf selbständige Sportler (regelmäßig Einzelsportler) Anwendung, soweit es die Bedingungen für den Zugang zur Erwerbstätigkeit betrifft."

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