Update: Referentenentwurf zur Änderung des Steuerberatungsgesetzes: Jähes Ende eines Hypes für Finanzinvestoren?
Zu diesem Sachverhalt gab es neue Entwicklungen. Mehr erfahren Sie hier.
Die im letzten Jahr befürchtete deutliche Einschränkung der Investmentmöglichkeiten von Finanzinvestoren bei Steuerberatungsgesellschaften (lesen Sie hierzu auch unseren Beitrag vom 17. September 2025) dürfte (vorerst) ausbleiben.
Der Referentenentwurf zum Neunten Gesetz zur Änderung des Steuerberatungsgesetzes ist bislang nicht weiter vorangekommen, da innerhalb der Bundesregierung keine Einigung erzielt werden konnte. Insbesondere bestehen laut Presseartikeln unterschiedliche Auffassungen zwischen dem Finanzministerium, das an der geplanten Neuregelung festhalten möchte, und dem Wirtschaftsministerium, das offenbar erhebliche Vorbehalte gegen den Entwurf hat. Eine für das letzte Quartal 2025 vorgesehene Befassung des Bundeskabinetts mit dem Entwurf wurde kurzfristig abgesagt; ein neuer Termin ist derzeit noch nicht bekannt.
Ungeachtet dessen haben sich die Interessensvertretungen der Freien Berufe klar positioniert. In einer gemeinsamen Erklärung vom 3. Dezember 2025 sprachen sich mehrere Kammern und Verbände ausdrücklich für eine Stärkung des Fremdbesitzverbots aus und warnen vor einer Gefährdung der Unabhängigkeit der Freien Berufe durch externe Kapitalbeteiligungen.
Es ist daher derzeit offen, ob und in welcher Form ein neuer gesetzgeberischer Anlauf unternommen wird, den Referentenentwurf Gesetz werden zu lassen. Vor diesem Hintergrund bleibt das regulatorische Umfeld für mögliche Investments in diesem Bereich weiterhin engmaschig zu beobachten, da mit weiteren Entwicklungen zu rechnen ist.