13.02.2026 Fachbeitrag

Direktvergaben wegen Ausschließlichkeitsrechten

Vergabe 1602

OLG Naumburg, 12.11.2025, 6 Verg 2/25

Ausschließlichkeitsrechte für die Wahl des Verhandlungsverfahrens ohne europaweite Bekanntmachung müssen zum Zeitpunkt der Aufforderung zur Angebotsabgabe vorliegen.
Die Antragsgegnerin beschaffte im Rahmen eines Pilotprojekts zur Digitalisierung des Rettungsdienstes Tablets mit vorinstallierter Software. Sie wählte ein Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb und verhandelte nur mit der alleinigen Lizenzinhaberin der Software.

Sachverhalt

Leistungen, die den Wettbewerb derart einschränken, hat der Auftraggeber willkür- und diskriminierungsfrei zu beschreiben. Dabei dürfen Auftraggeber nur aus sachlichen, auftragsbezogenen Gründen ein konkretes Produkt auswählen.

Produktfestlegung

Im vorliegenden Fall durfte sich der Auftraggeber auf ein Produkt festlegen, um die Kompatibilität mit der bestehenden IT-Infrastruktur sowie die Ausfallsicherheit zu gewährleisten.

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